Wenn uns 365 Sterne die Nacht erleuchten und Navigation mit dem Sextanten auf See (siehe ) ermöglichen, sollen uns Gedichte aus allen Zeiten - kombiniert mit Kunstwerken - den Alltag für einen Augenblick vergessen lassen ...
Eine Leier (Lyra) ist ein Musikinstrument, und die Lyrik ist eigentlich Gesang, den Musik begleitet. Lyrik ist geprägt von Versformen, die sich reimen können - meist. Manchmal ist auch - unbemerkt - das lyrische Ich dabei. Alles Weitere könnt Ihr bei studierten Vollgermanisten erfragen.

Berühmte Poeten sagten zur Lyrik: Der Lyriker bringt seine Gefühle zum Markt wie der Bauer seine Ferkeln (Wilhelm Busch) oder Lies keine Oden, mein Sohn, lies die Fahrpläne: sie sind genauer (Hans Magnus Enzensberger) oder Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen (Sokrates).

           

Kurt Tucholsky: Es ist ungerecht, dass man mich und Erich Kästner immer mit Heinrich Heine vergleicht. Heine war ein Jahrhundertkerl, klar, und wir sind Talente, und Talente muss es auch geben.

     

Und der große Pablo Neruda schreibt:
Ich glaube, dass die Poesie eine Handlung ist, eine flüchtige oder eine feierliche, in die, zu wohlausgewogenen Teilen, Einsamkeit und Solidarität eingehen müssen, das Gefühl und das Tun, die Vertrautheit mit sich selbst und die Vertrautheit mit den Menschen und die geheime Offenbarung der Natur. Ich glaube nicht weniger fest, dass alles - der Mensch und sein Schatten, der Mensch und seine Haltung, der Mensch und seine Poesie - auf einer von Mal zu Mal weiter ausgedehnten Gemeinschaft beruht, auf der Ausübung von Gemeinschaft, die die Wirklichkeit und den Traum für immer in uns integriert, weil sie beide eint und verschmilzt.